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Chöd - die traditionelle Praxis 

Machig Labdrön - die tibetische Meisterin

Lama Tsültrim Allione - das „Nähren der eigenen Dämonen“

 

Sich ungünstige Umstände zunutze machen

Wurde von der ehrwürdigen Machig gelehrt.

Widrigkeiten als Freunde betrachten

Ist die Unterweisung des Chöd.

Machig Labdrön


Die Lehre des Chöd, entwickelt von der tibetischen Meisterin des 11. Jahrhunderts, Machig Labdrön, stellt die Welt auf den Kopf.  Was notwendig ist , denn sie scheint ja bereits Kopf zu stehen!

Alle möchten glücklich sein. Doch je mehr wir nach dem Glück suchen, desto weniger scheinen wir es zu finden.

Niemand will „widrige Umstände“. Der Versuch, ihnen zu entgehen, ist auf Dauer leider nicht erfolgreich.

Das ganze Leben wird dann ein Wegrennen vor Problemen und ein dem Glück Hinterherrennen – und man ist nie schnell genug…

 

„Sich ungünstige Umstände zunutze machen“ -???

Normalerweise reagieren Menschen auf Probleme und Schwierigkeiten mit Abwehr und Kampf.  Das verstärkt dann das Problem, und man ist verstrickt.

Die buddhistische Meisterin Machig Labdrön fand bereits im 11. Jahrhundert heraus, dass die gegenteilige Bewegung, sich dem Problem zuwenden, die Energie entspannt und verwandelt. Diese Transformation ist überraschend und wunderbar. Ohne dass man etwas „verändert“ hat, nur durch die eigene Haltung, ergibt sich eine positive Situation. Das ist nicht nur befreiend, sondern auch nützlich!

So begründete sie eine bis heute in allen tibetischen Schulen geübte Tradition.

„Widrigkeiten als Freunde betrachten“ - ???

Das wird sehr konkret erlebbar in der Fünf-Schritte-Übung des „Nährens der eigenen Dämonen“, eine modernere, dem Westen nähere Variante des Chöd. Diese Übung hat Lama Tsültrim Allione aus Colorado entwickelt. Zunächst wählt man ein Thema, das einem Energie raubt und spürt es im Körper auf. Dieser Empfindung gibt man eine Gestalt und findet heraus, was es braucht, um den Kampf und Krampf herauszunehmen. Man gibt diese Qualität in die Situation, und die problematische Empfindung wandelt sich in eine positive, unterstützende, überraschende und befreiende… Die Widrigkeit ist buchstäblich zu einem Freund, einer Freundin geworden.

Lama Tsültrim Allione


„Dämonen“ sind in diesem Kontext keine bedrohlichen Wesen, die uns auf der Kellertreppe auflauern – es sind, wie Machig Labdrön sagt, alle unsere Anteile, die uns daran hindern, frei zu sein. Unsere Ängste, Süchte, gespeicherter Schmerz und eingefahrene Muster – wir können es sehen als ein Reservoir an Energie, die, befreit, in Fluss kommt und ihre gute Kraft entfaltet.

Wenn du mehr über diese Übung erfahren möchtest:

Buch „Den Dämonen Nahrung geben“ von Tsültrim Allione, Arkana 2009

deutschsprachige Website Taramandala Sangha / Den Dämonen Nahrung geben

http://taramandala-sangha.net/ddng/

internationale Website von Lama Tsültrim:

https://taramandala.org/


Vor Ort in München:

Bettina Höldrich ist von Lama Tsültrim seit 2010 autorisiert

-          Einzelsitzungen zu begleiten und

-          die monatliche Abendgruppe zu leiten.

In der Abendgruppe üben wir verschiedene Praxisformen, auch stilles Sitzen und Dämonen füttern zu zweit.

Neue Teilnehmende werden von langjährigen Übenden begleitet.

Um an der Gruppe teilzunehmen, braucht es eine persönliche Einführung, in der die Übung vorgestellt und man einmal begleitet wird, mit genügend Zeit für Fragen und Erklärungen. Zeitbedarf: 1,5 Std.  Bitte um Dana (freiwillige Spende, empfohlen 40,- bis 80,-).

Einmal im Jahr gibt es einen Wochenendkurs mit Dr. Barbara Staemmler, Würzburg, im Buddhahaus München, Klarastr.

Termin 2018:  Übungstage am Samstag, 14.April, 10-18 Uhr, Sonntag 15. April 10-13 Uhr.

Bitte direkt im Buddhahaus München anmelden.


Für eine Einführung zum „Dämonen füttern“ oder auch nachfolgende Einzelsitzungen bitte Termin vereinbaren unter